Dritter Sieg in Serie – und was für einer: Beim Heimkampf am Sonntagnachmittag im Kultur- und Sportpark Hösbach ließen unsere Vikings der SG Weilimdorf beim 27:2 nicht den Hauch einer Chance. Neun von zehn Einzelkämpfen gingen an uns, darunter ein Schultersieg und zwei technische Überlegenheiten. Dabei war Vorsicht angesagt gewesen: Der Aufsteiger aus dem Stuttgarter Norden hatte am Kampftag zuvor mit dem 16:13 gegen den siebenfachen deutschen Meister KSV Witten für die Überraschung der Liga gesorgt. Bei uns war davon nichts zu sehen – die Vikings waren von der ersten bis zur letzten Paarung konzentriert und stehen nach vier Kampftagen bei 6:2 Punkten.
61 kg Freistil: Daulet Temirzhanov – Aren Dzhulakian
Der Start ist inzwischen ein Ritual: Daulet eröffnete den Kampftag – und Daulet gewann. Gegen Aren Dzhulakian machte er beim Stand von 2:0 per Schultersieg vorzeitig den Deckel drauf. Vier Kämpfe, vier Siege: Unser Mann bis 61 kg ist in dieser Saison weiter makellos.
Zwischenstand: 4:0 für die Vikings.
130 kg griechisch-römisch: Anton Vieweg – Paul Wahl
Im Schwergewicht brachte Anton gut fünf Kilo weniger auf die Waage als Paul Wahl – und ließ trotzdem nichts zu: 6:0-Punktsieg, ohne eine einzige Wertung abzugeben. Nach den knappen Duellen gegen Popp und Melia war das Antons zweiter Saisonsieg, und ein hochverdienter.
Zwischenstand: 6:0.
66 kg griechisch-römisch: Abdolmohammad Papi – Felix Bohn
Papi bleibt in Vorzeitig-Laune: Wie schon in Lichtenfels beendete er seinen Kampf durch technische Überlegenheit, diesmal beim 15:0 gegen Felix Bohn – ohne Gegenwertung. Vier Mannschaftspunkte, mehr Dominanz geht kaum.
Zwischenstand: 10:0.
98 kg Freistil: Robin Ferdinand – Csaba Vida
Der einzige Kampf des Tages, der an die Gäste ging – und wieder war es ein internationaler Gegner: Der Ungar Csaba Vida, zweifacher Junioren-EM-Medaillengewinner und mehrfacher WM- und EM-Teilnehmer für Ungarn, setzte sich mit 10:5 nach Punkten durch. Robin hielt dagegen und holte fünf eigene Wertungspunkte, die Niederlage ist trotzdem klar zu benennen – auch wenn er sie mit dem Punktsieg des Gegners auf zwei Mannschaftspunkte begrenzte.
Zwischenstand: 10:2.
71 kg Freistil: Niklas Dorn – Paul Laible
Danach übernahmen wieder die Vikings: Niklas ließ gegen Paul Laible beim 13:2 keinen Zweifel aufkommen und holte sich nach zuletzt zwei unglücklichen Niederlagen seinen zweiten Saisonsieg – mit drei Mannschaftspunkten obendrauf.
Zwischenstand: 13:2.
86 kg griechisch-römisch: Erik Löser – Anton Buchholz
Erik machte es wie in Lichtenfels: unaufgeregt, kontrolliert, erfolgreich. Beim 4:1 gegen Anton Buchholz ließ er hinten fast nichts zu und sicherte zwei weitere Mannschaftspunkte – sein dritter Sieg im vierten Kampf.
Zwischenstand: 15:2.
75A kg griechisch-römisch: Michael Widmayer – Jason Partenheimer
Diesmal eine Klasse tiefer unterwegs, das Ergebnis blieb dasselbe: Michael fertigte Jason Partenheimer mit 16:0 ab und machte den Kampf vorzeitig durch technische Überlegenheit zu. Drei Einsätze, drei dominante Siege, erst ein einziger kassierter Wertungspunkt in der ganzen Saison – Wahnsinn.
Zwischenstand: 19:2.
80B kg Freistil: Felix Schmitt – Marcel Flick
Felix hatte noch eine Rechnung mit der Saison offen: Nach der Niederlage gegen EM-Medaillengewinner Sulava beim Heimdebüt holte er sich gegen Marcel Flick mit einem sauberen 6:0 seinen ersten Bundesliga-Saisonsieg – ohne eine einzige Gegenwertung, zwei Mannschaftspunkte.
Zwischenstand: 21:2.
75B kg Freistil: Tim Müller – Ion Plamadeala
Das auf dem Papier heißeste Duell des Nachmittags: Ion Plamadeala hatte beim Weilimdorfer Coup gegen Witten noch die Halle zum Beben gebracht. Bei Tim biss er sich die Zähne aus – 12:4-Punktsieg für unseren Mann, der nach dem ersten Saisonsieg in Lichtenfels direkt nachlegte. Die Formkurve zeigt steil nach oben.
Zwischenstand: 24:2.
80A kg griechisch-römisch: Gevorg Sahakyan – Lukas Laible
Den Schlusspunkt setzte Gevorg, diesmal eine Klasse höher unterwegs als zuletzt: Gegen Weilimdorfs Kapitänstyp Lukas Laible ließ er beim 11:2-Punktsieg nichts anbrennen – drei Mannschaftspunkte, Gevorgs dritter Sieg in Folge und der Abschluss eines perfekten Heimtags.
Endstand: KSC Hösbach – SG Weilimdorf 27:2.
Neun Siege in zehn Kämpfen, nur zwei abgegebene Mannschaftspunkte – gegen einen Aufsteiger, der eine Woche zuvor noch Witten geschlagen hatte, war das die konzentrierteste Saisonleistung bisher. Daulet bleibt mit vier Siegen aus vier Kämpfen makellos, Michael hat in drei Einsätzen erst einen einzigen Wertungspunkt abgegeben, Tim und Felix haben ihre Durststrecken beendet – und mit 6:2 Punkten und drei Siegen in Serie sind die Vikings im Rennen um die Playoff-Plätze voll auf Kurs. Nächste Woche geht es auswärts beim ASV Schorndorf weiter – genau so weitermachen!
