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Derbysieger, Derbysieger, Hey, Hey!

So hallte es gestern durch die Maingauhalle, als der letzte Kampf von Malkhas zu Ende ging. Viele der rund 1300 Zuschauer bezeichneten das Derby gestern als einen der besten Mannschaftskämpfe, die sie je gesehen haben. Neun Duelle auf höchstem Niveau, neun Duelle mit offenem Ausgang. Mit den besten Fans im Rücken, die den Auswärtskampf in Kleinostheim wieder einmal zu einem Heimkampf machten, lieferten alle Mannschaftsmitglieder eine unglaublich starke Leistung ab. Doch nun zu den Kämpfen.

Bis 61 Kilogramm Freistil traf Kaisei auf den Kleinostheimer Nachwuchsringer Nico Kulczynski. Kaisei ließ seinem Gegner keine Chance und siegte nach einer Minute durch eine Beinschraube technisch überlegen.

Zwischenstand: 4:0

Im zweiten Kampf des Abends ging Anton erneut für die Vikings bis 130 Kilogramm griechisch-römisch auf die Matte. Gegen den Kleinostheimer Schwergewichtler Franz Richter startete Anton gut in den Kampf, wurde aber noch in der ersten Hälfte von Kampfrichter Uwe Manz in die Bodenlage geschickt. Anton verteidigte sich stark und gab keine Wertung ab. Kurz nach Beginn der zweiten Hälfte gab Anton Gas, doch Richter konnte ihn einmal in das Aus befördern und erhöhte auf 0:2. Kampfrichter Manz sah nun wieder Richter als den aktiveren Ringer und schickte Anton erneut in die Bodenlage. Diesmal setzte Richter erneut zu einem Dreher an und war erfolgreich. Im zweiten Versuch konterte Anton dann stark und kam in die Oberlage, was Kampfrichter Manz mit zwei Punkten bewertete. So endete der Kampf knapp mit 2:5.

Zwischenstand: 4:2

Bis 66 Kilogramm griechisch-römisch traf Nils auf das Kleinostheimer Nachwuchstalent Ilja Pavlenkov. Dieser erwischte Nils gleich zu Beginn des Kampfes mit einem Armzug und ging mit 4:0 in Führung. Nun hieß es für Nils erst einmal Ruhe in den Kampf zu bringen. Noch in der ersten Hälfte gelang Nils ein Takedown und ein anschließender Durchdreher, wodurch er nach Punkten zum 4:4 ausgleichen konnte. In der zweiten Hälfte war Nils dann aktiver und konnte den Kleinostheimer in die Bodenlage befördern. Dort konnte Nils jedoch keine Aktion mehr setzen. Kurz darauf ging Pavlenkov durch einen Takedown wieder in Führung, 5:6. Doch Nils kämpfte weiter und erzielte eine Minute vor Schluss die entscheidende Zweierwertung zum 7:6 Endstand. Was ein Kampf!

Zwischenstand: 5:2

Robin ging bis 98 Kilogramm Freistil auf die Matte. Er traf auf keinen geringeren als den Ausnahmeringer und Olympiasieger Magomed Ramazanov. Der Bulgare sammelte gegen Robin mit blitzschnellen Aktionen Punkt um Punkt und konnte den Kampf nach ca. 3:30 Minuten technisch überlegen beenden.

Zwischenstand: 5:6

 

Bis 71 Kilogramm Freistil kam es zu einem absoluten Spitzenduell. Olympiasieger Kotaro Kiyooka gab sein Debüt für die Vikings und traf auf den starken Kasachen Nachyn Kuular. Kotaro gab sofort Gas und griff immer wieder an. Er beförderte Kuular erst in das Aus, dann folgte ein Takedown mit zwei Beinschrauben, 7:0 für Kotaro. Kurz darauf griff Kuular an und verkürzte auf 7:2. Nach der Halbzeitpause ging Kotaro weiter nach vorne und konnte die Aktivitätszeit für Kuular erzwingen. Dem Kasachen gelang ein Takedown und zwei weitere Punkte. Auf eine 1er-Wertung von Kotaro folgte kurz darauf ein weiterer Takedown des Kleinostheimers, 8:6. Fünf Sekunden vor Schluss ging Kuular noch einmal volles Risiko und wurde belohnt, durch einen Takedown und eine 2er-Wertung verlor Kotaro den Kampf denkbar knapp mit 8:8 durch die letzte Wertung. Die Enttäuschung bei Kotaro war groß, obwohl er erst am Donnerstag in Deutschland angekommen war und noch etwas mit der Eingewöhnung und dem Jetlag zu kämpfen hatte.

Halbzeitstand: 5:7

Im ersten Kampf nach der 25-minütigen Pause traf Erik bis 86 kg griechisch-römisch auf den Kleinostheimer Mannschaftskapitän Pascal Eisele. Erik war super im Kampf, doch Eisele schickte ihn in der ersten Hälfte in die Bodenlage. Erik wusste natürlich, was auf ihn zukam, verteidigte den gefürchteten Kopfklammergriff von Eisele stark und gab keine Wertung ab. Kurz nach der Pause gab Erik eine 1er-Wertung ab. Danach war er der aktivere Ringer, doch Kampfrichter Manz gab in der zweiten Hälfte keine Passivitätswertung mehr und so endete der Kampf mit 0:2.

Zwischenstand: 5:8

Bis 75 Kilogramm griechisch-römisch kam es zu einer Revanche aus den letzten Jahren. Gevorg traf auf Artur Tatarinov. Gevorg gab von Beginn an Gas und konnte den Kleinostheimer in die Passivität bringen. Er setzte zum verkehrten Ausheber an und hatte Erfolg. Gevorg erzielte eine Zweierwertung und ging mit einer 3:0 Führung in die Pause. Nach der Pause marschierte Gevorg weiter nach vorne und konnte mit einer 1-er Wertung die Passivität erzwingen. Er setzte erneut zum Ausheber an, doch Tatarinov konterte stark und erzielte eine 2-er Wertung zum 5:2 Endstand.

Zwischenstand: 7:8

Tim rückte eine Gewichtsklasse auf und traf bis 80 Kilogramm Freistil auf den Kleinostheimer Christoph Henn, der viele Jahre für die Vikings startete. Die Zuschauer sahen einen sehr ausgeglichenen Kampf, in dem beide immer wieder mit starken Angriffen punkteten. Zunächst führte Henn mit 0:2, dann Timmy mit 3:2, ehe der Kleinostheimer durch einen Takedown wieder mit 3:4 in Führung ging. Nach der Pause drehte Timmy auf und ging durch einen Takedown wieder in Führung, 5:4. Kurz darauf griff Timmy noch einmal stark an und beförderte Henn ins Aus. Kampfrichter Manz gab die 4er Wertung und Timmy baute die Führung auf 9:4 aus. Leider verletzte sich Henn bei dieser Aktion am Fuß. Er versuchte zwar weiter zu kämpfen, doch Timmy sammelte Punkt um Punkt und Henn musste schließlich aufgeben. Gute Besserung, Christoph!

Zwischenstand: 11:8

Auch Niklas rückte wie Tim eine Gewichtsklasse auf und hatte bis 75 Kilogramm Freistil mit dem internationalen Spitzenathleten Rasul Shapiev einen harten Brocken vor der Brust. Doch Niklas war super im Kampf und konnte die Angriffe von Shapiev immer wieder stark abwehren. Mit einem knappen 0:3 Rückstand ging es in die Pause. Danach griff Shapiev immer wieder an und konnte einige Punkte erzielen. Bis 30 Sekunden vor Schluss stand es dann 0:8. Niklas griff noch einmal stark an und kam an das Bein des Nordmazedoniers, konnte aber leider keine Punkte mehr erzielen. Trotzdem wieder eine starke kämpferische Leistung von Niklas.

Zwischenstand: 11:11

Ja, wie sollte es anders sein, vor dem letzten Kampf des Abends stand es 11:11. Hier kam es zur Revanche des Bronzemedaillenkampfes von Olympia. Malkhas traf auf den Usbeken Aram Vardanyan. Malkhas machte das, was er immer macht. Er kontrollierte seinen Gegner nach Belieben und schickte ihn nach 1:30 Minuten in die erste Bodenlage. Dort setzte Malkhas zum Ausheber an und Vardanyan griff regelwidrig nach Malkhas‘ Kopf. Dies ahndete Kampfrichter Manz mit einer Verwarnung und zwei Punkten für Malkhas. Der Kampf ging wieder in die Bodenlage, wo Malkhas erneut zum Ausheber ansetzte und den Kleinostheimer in das Aus beförderte, ein weiterer Punkt für Malkhas. Auch nach der Halbzeitpause marschierte Malkhas weiter und ließ keinen Zweifel daran aufkommen, dass er den Kampf irgendwie verlieren könnte. Mit zwei weiteren Punkten erhöhte Malkhas auf 6:0 und besiegelte damit den Derbysieg. Die Fans feierten Malkhas lautstark und ließen die Kleinostheimer verstummen. Es ist unglaublich, einen Athleten wie Malkhas bei den Vikings zu haben. Mit welcher Souveränität er immer wieder seine Kämpfe bestreitet, ist einfach beeindruckend.

Endstand: 13:11

Wahnsinn, was für ein Derby. Wir gewinnen in Kleinostheim mit 13:11. Die Zuschauer sahen neun Duelle auf teilweise Weltklasse-Niveau. Die Stimmung war wieder atemberaubend, das Derby war wie so oft Werbung für den geilsten Sport der Welt. Alle Jungs aus unserem Team haben alles gegeben und jeder Einzelne hat seinen Anteil an diesem Derbysieg. Wir sind einfach nur stolz auf euch! Nächste Woche geht es mit dem nächsten Auswärtskampf gegen den ASV Mainz 88 weiter, wo an die Leistung aus dem Derby angeknüpft werden soll. Gegnercheck folgt… Vielen Dank an alle, an die Sportler, an die Fans und an die Verantwortlichen für diesen tollen Kampfabend! Vielen Dank auch an Ede für die wieder einmal tollen Bilder!

#govikings