2024.11.02 KSC Hösbach - Kleinostheim 584

Derbysieger – mal Zwei

Am vergangenen Samstag, den 02.11., hieß es wieder „Derbytime“ in Hösbach. Drei Wochen nach dem Hinkampf waren die „Warriors“ zu Gast im Kultur- und Sportpark Hösbach. Rund 1200 Zuschauer, darunter auch DRB-Präsident Jens Nettekoven, sahen wieder Kämpfe auf höchstem Niveau und die Begeisterung war spürbar.

Gleich der erste Kampf des Abends war ein Feuerwerk. Bis 61 Kilogramm machte ein Neuzugang sein Debüt für die Vikings: Ayata Suzuki. Der dritte des japanischen Trios kam direkt von der Weltmeisterschaft in Albanien, wo er noch im 63-Kilogramm-Limit startete. Ayata traf auf den Litauer Justas Petravicius, den Kampfrichter Manuel Senn in der ersten Hälfte als den aktiveren Ringer sah und Ayata in die Bodenlage schickte. Dort wurde Ayata einmal gedreht, der Kampfrichter sah Beinarbeit und bestrafte ihn mit einem Legfoul und zwei Punkten gegen sich. Durch das Legfoul ging es in der Bodenlage weiter, wo dem Kleinostheimer noch ein Durchdreher gelang. Doch Ayata ließ sich vom 0:7-Rückstand nicht beirren, marschierte vorwärts und holte sich den Takedown. Dann legte er los, und wie! Er drehte Petravicius nach Belieben und drehte den Kampf noch vor der Pause in eine 12:7 Führung. Mit diesem Rückenwind machte Ayata nach der Pause weiter. Mit einem sauberen Schulterschwung holte er sich weitere vier Punkte. Mit einem weiteren Dreher erhöhte Ayata auf 18:7, gefolgt von einem weiteren Takedown und einem weiteren sauberen Schulterschwung zum technisch überlegenen 24:7 Sieg . Was ein Auftakt!

Zwischenstand: 4:0

Im zweiten Kampf des Abends traf Robin bis 130 Kilogramm Freistil auf den deutschen Spitzenathleten Joshua Morodion, den die Kleinostheimer eine Gewichtsklasse aufrücken ließen. Der Kampf war zu Beginn sehr taktisch geprägt, doch Robin war der Aktivere und konnte durch die Aktivitätszeit mit 1:0 in Führung gehen. In der zweiten Hälfte sah der Kampfrichter Morodion als den aktiveren Ringer und gab Robin eine Aktivitätszeit. Kurz darauf wurde Robin in die Bodenlage gedrängt, wodurch er mit 1:2 in Rückstand geriet. Zwei weitere Takedowns im weiteren Kampfverlauf komplettierten die 1:5 Niederlage von Robin gegen den Deutschen Meister.

Zwischenstand: 4:2

Bis 66 Kilogramm Freistil traf unser Olympiasieger Kotaro auf das Bundesliga-Urgestein Saba Bolaghi. Kotaro machte das, was er immer macht. Volle Offensive! Es war wieder eine Machtdemonstration, Kotaro holte Punkt um Punkt mit spektakulären Beinangriffen und ging bereits mit einer 11:2 Führung in die Pause. Auch nach der Pause machte er weiter und schulterte Bolaghi schließlich beim Stand von 15:2. Wahnsinn!

Zwischenstand: 8:2

Bis 98 Kilogramm griechisch-römisch traf Anton auf den Kleinostheimer Mannschaftskapitän Pascal Eisele. Anton marschierte von der ersten Sekunde an nach vorne und stellte Eisele passiv, der aber in der Bodenlage stark verteidigte. Noch in der ersten Hälfte schob Anton den Kleinostheimer ins Aus und erhöhte auf 2:0. Auch in der zweiten Hälfte marschierte Anton weiter und konnte Eisele erneut in die Passivität bringen. Doch auch in dieser Bodenlage konnte Anton nichts mehr ausrichten. Den Rest der Zeit verteidigte er souverän und gewann den Kampf mit 3:0. Starker Kampf von Anton!

Zwischenstand: 10:2

Im letzten Kampf vor der Pause traf Nils bis 71 Kilogramm griechisch-römisch auf den Youngster Alex Brjuchovic aus Kleinostheim. Der Gewichtsunterschied machte sich bemerkbar und Nils wurde in der ersten Hälfte passiv gestellt. Im Bodenkampf verteidigte er souverän. Kurz nach der Pause konterte Nils einen Schulterwurf des Kleinostheimers stark aus und gewann die Oberlage. 2:1 Führung! Im weiteren Kampfverlauf sah der Kampfrichter Nils wieder als den passiveren Ringer und schickte ihn in die Bodenlage. Doch auch hier verteidigte sich Nils souverän und gewann schließlich den Kampf mit 2:2 durch mehr Zweierwertungen.

Halbzeitstand: 11:2

Nach der Halbzeit traf Johannes bis 86 Kilogramm Freistil auf den Tschetschenen Khamzat Eldarov. Nach einigen starken Angriffen und Beinschrauben verlor Johannes nach etwa vier Minuten technisch überlegen.

Zwischenstand: 11:6

Niklas rückte wieder in die Gewichtsklasse bis 75 Kilogramm Freistil auf und traf dort auf Vadim Sacultan. Niklas war super im Kampf, wurde aber in der ersten Hälfte mit einer Aktivitätszeit belegt, wo er leider keinen Angriff durchbringen konnte. Wenige Sekunden vor der Pause wurde Niklas dann unglücklich ins Aus geschoben. Nach der Pause war Niklas deutlich aktiver und erzwang die Aktivitätszeit für den Kleinostheimer. Niklas verteidigte alle Angriffe von Sacultan stark und verkürzte so auf 1:2. Auch danach gab Niklas weiter Gas und war der deutlich Aktivere. Leider konnte Niklas in der verbleibenden Kampfzeit keine Aktion mehr setzen und verlor knapp mit 1:2.

Zwischenstand: 11:7

Bis 80 Kilogramm griechisch-römisch ging unsere armenische Maschine Malkhas wieder für die Vikings auf die Matte. Er traf auf den frischgebackenen U23-Weltmeister Alexandrin Gutu. Der Kampf begann gleich sehr hitzig, aber Malkhas hatte Gutu ständig unter Kontrolle und konnte ihn in der ersten Hälfte passiv stellen. Er setzte zum Ausheber an und warf Gutu über sich. Viele Zuschauer forderten zwei Punkte für Malkhas, doch der Kampfrichter gab keine Wertung. Auch in der zweiten Hälfte hatte Malkhas seinen Gegner ständig mit der Armklammer im Griff, doch nun schickte der Kampfrichter Malkhas in die Bodenlage, wo er sich aber souverän verteidigte. Auch danach gab Malkhas weiter Gas und wurde erneut mit der Bodenlage belohnt. Dort setzte er nun zum Dreher an, der ihm auch gelang. Die Halle bebte und Malkhas drehte den Kampf. Kurz vor Schluss wurde Gutu für seine anhaltend unfaire und körperlich viel zu harte Ringweise bestraft. So gewann Malkhas einen harten Kampf mit 5:1. Was für ein Kampf!

Zwischenstand: 13:7

Im vorletzten Kampf des Abends traf Shant bis 75 kg griechisch-römisch auf Artur Tatarinov. Shant hatte von Beginn an alles unter Kontrolle und es ging schnell in die Bodenlage. Dort zeigte Shant dann seine brutale Stärke, drehte Artur dutzende Male und gewann technisch überlegen. Damit war der Derbysieg besiegelt und es hallte durch die Halle: “Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!

Zwischenstand: 17:7

Unter den „Derbysieger“-Rufen der Zuschauer trat Tim zum letzten Kampf des Abends gegen den Nordmazedonier Rasul Shapiev an. Tim startete gut in den Kampf und ging in der ersten Hälfte durch eine Aktivitätszeit mit 1:0 in Führung. Kurz darauf gelang dem Kleinostheimer ein Takedown zum 1:2. Wenige Sekunden später drückte Shapiev Tim ins Aus. Dabei sah der Kampfrichter auf Tims Seite Mattenflucht und bestrafte ihn mit einem weiteren Punkt. Am Ende verlor Tim knapp mit 1:5.

Endstand: 17:9

Wow, zum ersten Mal in der Geschichte gewinnen wir beide Derbys in einer Bundesligasaison. Das ist das Ergebnis langer und harter Arbeit, sowohl der Sportler als auch der Menschen hinter den Kulissen. Die Stimmung war wieder elektrisierend und es wurde auf Weltklasseniveau gekämpft, Werbung für den schönsten Sport der Welt! Die Vikings bleiben also weiterhin ungeschlagen. Nächste Woche Samstag um 19:30 Uhr steht der nächste Heimkampf gegen den KSK Neuss an. Hier gilt es wieder alles zu geben, um die zwei Punkte in Hösbach zu lassen.

#govikings

P.S. Vielen Dank an Ede für die tollen Bilder!