Heilbronn

Geschichte geschrieben: Vikings siegen im Viertelfinal-Rückkampf zuhause mit 17-14

Nach dem Auswärtssieg gegen die Red Devils aus Heilbronn im Viertelfinal-Hinkampf war die Aufregung und die Euphorie riesig. Mit den 3 Punkten Differenz konnten die Vikings mit einem guten Gefühl in den Rückkampf gehen, doch entschieden war noch lange nichts. Vergangenen Samstag, den 30.12., war es dann endlich so weit: Viertelfinalkampf zuhause im Kultur- und Sportpark Hösbach. Und die Stimmung war Wahnsinn! Rund 1000 Zuschauer kamen in die Halle, um die Mannschaft anzufeuern, die Geschichte schreiben konnte.

Den Start in den Kampfabend machte unser Serif Kilic. Gegen den russischen Meister Dovudzhon Toshev tat sich der sympathische Türke schwer. Er fand nicht so richtig in den Kampf und konnte über die gesamte Kampfzeit keine Aktionen setzen. Der Russe konnte Serif sowohl in der ersten Halbzeit als auch in der zweiten Halbzeit passiv stellen. Neben einer 4er-Aktion in der ersten Halbzeit gelang Toshev auch eine 2er-Wertung in der zweiten Halbzeit. Endstand: 0:8

Zwischenstand: 0-3

Im Schwergewicht stand unser Robert für die Vikings auf der Matte. Er traf auf das Heilbronner Eigengewächs und die Ringer-Legende Eddi Popp, der sich stilart-verkehrt in den Dienst der Heilbronner Mannschaft stellte. Robert hatte volle Kontrolle über den Kampf und brachte Popp immer wieder zu Boden und brachte seine starken Beinschrauben durch. Am Ende holte Robert ganz sicher den technisch überlegenen Sieg.

Zwischenstand: 4-3

Ibi war bis 61 Kilogramm Freistil das erste Mal in seiner richtigen Stilart in der Bundesliga auf der Matte. Er traf auf den Türken Recep Topal. Ibi konnte gegen den international erfahrenen Mann keine Angriffe durch bringen und musste sich nach einigen Takedowns des Gegners immer wieder im Boden verteidigen. Am Ende Stand eine 0:9 Punktniederlage auf der Anzeige.

Zwischenstand: 4-6

Bis 98 Kilogramm griechisch-römisch war unsere Allzweckwaffe Robin mal wieder gesetzt. Auf ihn wartete ein schwerer Gegner: der deutsche Spitzennamen Etka Sever. Und der legte los wie die Feuerwehr. In der ersten Minute gleich eine 4er-Wertung und ein anschließender Durchdreher. Er stellte Robin passiv, doch Robin verteidigte gut im Boden. Mit einem 0:7 Rückstand ging Robin also in die Pause. Auch nach der Pause ging Sever weiter vorwärts und konnte wieder eine Passivität erzwingen, doch auch dieses Mal ließ Robin im Boden nix zu. Mit seiner langjährigen Bundesliga-Erfahrung weiß Robin, dass es um jeden Mannschaftspunkt zu kämpfen gilt, was er auch Woche für Woche unter Beweis stellt. So sammelte Robin ca. eine Minute vor Schluss nochmal alle seine Kräfte und marschierte vorwärts. Sever konnte nicht dagegenhalten und wurde von Robin ins Aus gedrängt: 1 Punkt für Robin. Dadurch verkürzte Robin auf den Stand von 1:8, den er bis Kampfende verteidigte und so nur 2 Mannschaftspunkte abgab. Stark Robin!

Zwischenstand: 4-8

Im letzten Kampf vor der Pause traf unser Andrej in der 66 Kilogramm griechisch-römisch Klasse auf den Iraner Abdolmohammad Papi, der inzwischen die deutsche Staatsbürgerschaft besitzt. Und in diesem Kampf ging es ganz schön zur Sache! In Sekunde 15 gelang Andrej eine starke Schleuder, die das Kampfrichter-Team mit 4 Punkten bewerteten. Damit waren die Heilbronner nicht einverstanden und warfen den Challenge-Würfel auf die Matte. Die Kampfrichter sahen sich die Aktion nochmal an und bestätigten ihre Entscheidung, Challenge verloren! Damit ein weiterer Punkt auf das Konto von Andrej. Papi war überhaupt nicht zufrieden mit dem Rückstand und ging unermüdlich vorwärts. Andrej war dann in der ersten Hälfte deutlich passiver. Doch durch seine 4er-Wertung konnten die Kampfrichter Andrej nicht mit einer Bodenlage bestrafen, so gaben sie Papi eine 1er-Wertung aufgrund von „negative wrestling“. Mit einer 5:1 Führung ging es dann für Andrej in die Pause. Doch auch danach marschierte Papi weiter nach vorne und konnte die Bodenlage erzwingen, wo ihm ein Durchdreher gelang. Kurz darauf folgte eine weitere Schleuder, die die Kampfrichten mit weiteren Punkten für Papi bewerteten. Doch hier sahen unsere Trainer Bengt und Mario eine Beinarbeit von Papi und warfen den Challenge-Würfel. Die Kampfrichter revidierten ihre Entscheidung und gaben Papi eine Verwarnung für Beinarbeit und einen weiteren Punkt für Andrej. Doch auch danach gab Papi weiter Vollgas und konnte Andrej ins Aus befördern. Andrej wurde ein weiteres mal passiv gestellt und musste noch zwei 2er-Wertungen abgeben. Endstand: 6:10. Was ein spannender Kampf!

Halbzeitstand: 4-10

Unser Eigengewächs Johannes war natürlich wieder bis 86-Kilogramm Freistil für uns im Einsatz. Er traf auf den starken deutschen Andreas Walter. Johannes hatte den Kampf jederzeit im Griff und konnte alle Angriffe von Walter verteidigen. Sowohl in der ersten als auch in der zweiten Aktivitätszeit gelang Walter keine Wertung. Johannes konnte Walter in der zweiten Halbzeit zusätzlich noch mit einem starken Beinangriff ins Aus befördern, wodurch es dann zum 3:0 Endstand kam.

Zwischenstand: 6-10

Bis 71 Kilogramm Freistil ging Niklas wieder für die Vikings auf die Matte. Er traf auf das Heilbronner Eigengewächs Alexander Jakob. Auch Niklas war jederzeit im Kampf der aktivere Ringer. Er brachte in der ersten Halbzeit einige Angriffe durch, die die Kampfrichter jedoch dann abpfiffen, da sich Jakob immer wieder so wegdrehte, dass eine hohe Belastung auf seinem Knie war. Hier sahen die Kampfrichter ein Verletzungsrisiko, wodurch sich Niklas nicht belohnen konnte. Doch Niklas gab immer weiter Vollgas und sammelte Punkt für Punkt. Am Ende kam es durch zwei Aktivitätszeiten, durch zwei Verwarnungen an Jakob und einigen starken Aktionen von Niklas zum 8:0 Punktsieg.

Zwischenstand: 9-10

Unser Weltmeister Malkhas Amoyan war bis 80 Kilogramm griechisch-römisch gesetzt. Da der Heilbronner Karan Mosebach wohl erkrankt war, ging auch hier ein Eigengewächs der Red Devils auf die Matte. Gegen David Weinberg hatte Amoyan alles im Griff und konnte schnell den technisch-überlegenen Punktsieg klar machen, wie auch in der Vorwoche gegen Mosebach. Wir sind froh, den Fans einen solchen Ausnahmeringer präsentieren zu können.

Zwischenstand: 13-10

Bis 75 Kilogramm griechisch-römisch war Gevorg wieder für die Vikings im Einsatz. Gegen seinen Gegner Genzhe Genzheev hatte Gevorg alles im Griff. Auf einen Takedown in der ersten Minute folgte eine starke 5er-Wertung von Gevorg. Im Anschluss stellte Gevorg den Heilbronner passiv. Und dann war es soweit: Gevorg schulterte Genzheev und machte so vorzeitig den Mannschaftssieg und damit das Halbfinale klar. Die Halle stand Kopf!

Zwischenstand: 17-10

Im letzten Kampf traf unser Timmy auf den starken Bulgaren Ramazan Ramazanov. In der ersten Hälfte rang Timmy gut mit, doch in der zweiten Hälfte zeigte sich die technische Stärke von Ramazanov. Am Ende hatte Tim technisch überlegen das Nachsehen.

Endstand: 17-14

Die Halle feierte die Mannschaft natürlich trotzdem unheimlich, denn diese hat Geschichte geschrieben! Das erste Mal in der Geschichte des Vereins ziehen die Hösbacher Ringer in ein Halbfinale der Ringer-Bundesliga ein. Wahnsinn! Schon jetzt ein riesen Dankeschön an Alle, die Teil von dieser tollen Saison sind. Egal ob Ringer oder Helfer! Und immer dran denken: „Wir ham noch lange nicht, noch lange nicht genug!“ Doch im Halbfinale wird es nicht einfacher: Es wartet der viermalige Serienmeister, der SV Wacker Burghausen.