2023.10.14 Kleinostheim - Ksc Hösbach 152

Im Derby gegen die Warriors aus Kleinostheim fehlt nur ein Punkt zum Remis

Was ein Derby! In einer brechend vollen Maingauhalle in Kleinostheim verfolgten 1000 Zuschauer das Untermainderby zwischen den Warriors aus Kleinostheim und den Hösbacher Vikings. Beide Mannschaften brachten ihre beste Aufstellung auf die Matte und es war schwierig nach der Waage einen klaren Favoriten des Kampfes zu ermitteln. Die Hösbacher Verantwortlichen brachten auch mit dem Kasachen Daulet einen weiteren Ausländer, der den Unterschied in diesem Derby machten sollte.

Mit Daulet, der ins 57kg-Limit abkochte, ging der Kampfabend dann auch direkt los. Hier wollten die Vikings den deutschen Athleten Niklas Stechele ausstechen, doch dieser stand dieses Wochenende für Kleinostheim nicht zur Verfügung, da er sich auf die U23 Weltmeisterschaft kommende Woche vorbereitet. Hier wünschen wir dem deutschen Kaderathleten viel Erfolg! Für ihn stellten die Warriors einen jugendlichen Sportler, der sich direkt von Daulet schultern lies.
ZWISCHENSTAND: 0:4

Weiter ging es mit Robin Ferdinand, der sich wieder für das Team ins Schwergewicht stellte und eine starke Performance zeigte. Gegen den Ex-Hösbacher Klasner kämpfte Robin im Stand ordentlich mit und stellte diesen in Runde zwei sogar passiv. Nur in Runde eins punktete Klasner durch Passivität und eine Rolle. So waren es am Ende nur 2 Punkte Differenz, was nur ein Mannschaftspunkt für Kleinostheim hieß.
ZWISCHENSTAND: 1:4

Bis 61 Kilogramm traf unser Peter Haase auf den starken Justus Petravicius. Im Standkampf konnte Peter zwar gut mithalten, wurde trotzdem passiv gestellt und musste in die Bodenlage. Dort legte der Litauer dann los und punktete Peter mit mehreren Drehern und Hebern noch in der ersten Hälfte aus.
ZWISCHENSTAND: 5:4

Im Halbschwergewicht kam es dann zu einem Spitzenduell. Unser Johannes Deml gegen den amtierenden Deutschen Meister und Neuzugang Johannes Mayer. Unser Johannes ging perfekt eingestellt in den Kampf und zwang seinem Namensvetter immer wieder seinen Kampfstil auf. Zwar wurde Johannes die erste Aktivitätszeit aufgedrückt, doch dies brachte ihn nicht aus dem Konzept. In Runde Zwei musste dann der Warrior punkten, was ihm nicht gelang. Johannes setzte sogar weiter nach, machte ein Takedown zur höheren Führung. Weiter marschierte Johannes vorwärts und drängte Mayer nochmals eine Aktivitätszeit auf. Auch hier verteidigte der Viking konsequent und gewann am Ende mit 4 zu 1, was 2 Mannschaftspunkte für die Vikings brachte.
ZWISCHENSTAND: 5:6

Im letzten Kampf vor der Pause traf unser Eigengewächs Niklas Dorn auf den letztjährigen Weltmeister Zelimkan Abakarov. Niklas konnte in der ersten Minute gut mitkämpfen, doch nach einem Takedown des Albaners kam dieser in die Beinschraube und ließ unseren Niklas nicht mehr los. Nach 7 Rollen war dann in Runde Eins schon Schluss.
HALBZEITSTAND: 9:6

Im ersten Kampf nach der Pause kam es zu der Begegnung zwischen Aik Mnatsakanian und Pascal Eisele. Aik legte los wie die Feuerwehr und wollte an seinem Geburtstag die Punkte für die Vikings holen. Mit seiner Power marschierte er nur Vorwärts und stellte Eisele passiv und bekam einen Punkt. In Runde Zwei ging es genauso weiter Aik ackerte die ganze Zeit, doch der Unparteiische Wolfgang Spänle sah direkt nach 30 Sekunden als einziger in der kompletten Halle Aik als passiv und gab Eisele einen Punkt. Dies weckte Aik’s Ehrgeiz und er drehte noch mehr auf. Keine 30 Sekunden später holte er sich 2 Punkte und die Führung zurück. Mehr konnte Aik leider nicht punkten, was nur 1 Mannschaftspunkt für die Vikings brachte.
ZWISCHENSTAND: 9:7

Bis 71 Kilogramm brachten die Warriors das erste Mal Mamadassa Sylla, womit die Vikings nicht rechneten. Der körperlich stärkere Sylla kontrolliere unseren Andrej Ginc im Stand und war in beiden Runden der aktivere Sportler. In beiden Bodenlagen konnte er Andrej drehen oder Ausheben. In Runde Zwei war dann nach einem Heber das vorzeitige Ende erreicht und Andrej verlor technisch überlegen gegen den Franzosen.
ZWISCHENSTAND: 13:7

In der 80 Kilogrammklasse setzten die Hösbacher wieder auf Yakub Shikhdzhamalov. Dieser sollte gegen Christoph Henn möglichst viele Mannschaftspunkte holen. Doch nach 40 Sekunden punktete der Kleinostheimer als erstes und die möglichen Siegchancen der Hösbacher sanken. Erst knappe 2 Minuten später konnte Yakub als erstes punkten und dann ist der Knoten geplatzt. In Runde Zwei sammelte er Punkt um Punkt und konnte sich so immer mehr absetzen. 25 Sekunden vor Schluss machte er dann den Sack zu und gewann mit 2 zu 17 gegen den Ex-Hösbacher.
ZWISCHENSTAND: 13:11

Als nächstes war unser Eigengewächs Tim Müller dran. Sein Gegenüber, Rasul Shapiev, ist dieses Jahr neu in Kleinostheim und eine sehr starke Personalie mit nur 5 Ringerpunkten. Im Standkampf gaben sich beide Sportler nicht viel und der Kampf war ziemlich ausgeglichen. Nach einer knappen Minute, kam der Kleinostheimer dann ran und konnte zu einem Doppelbein ansetzen, doch die gezogenen 4 Punkte vom Schiedsrichter hatte diese Aktion aus Hösbacher Sicht nicht verdient. In Runde Zwei wollte dann endlich Timmy punkten, aber wurde gekontert und gab eine weitere 2 ab. Jetzt war die Aufgabe keine weiteren Punkte abgeben und so nur 2 Mannschaftspunkte zulassen. Dies gelang auch unserem Tim und so war ein Unentschieden gegen den Tabellenführer noch drin.
ZWISCHENSTAND: 15:11

Im letzten Kampf des Derbys sollte unser Gevorg Sahakyan das Unentschieden für die Vikings sichern und Gevorg gab dafür alles. Er marschierte ab Sekunde Eins vorwärts und schickte in beiden Runden Artur Tatarinov in die Bodenlage. Da konnte Gevorg auch mehrmals punkten, doch die Beinarbeit des Kleinostheimers sah der Schiedsrichter im Gegensatz zu den zahlreichen Hösbacher Fans mehrmals nicht. Gevorg ackerte immer weiter und der Warrior ging hauptsächlich rückwärts, doch das blieb vom Unparteiischen ungeahndet. So gewann zwar Gevorg am Ende mit 14 zu 0, aber ein Punkt fehlte zu 4 Mannschaftspunkten und dem verdienten Unentschieden.
ENDSTAND: 15:14

So verloren die Vikings im Untermainderby mit einem Punkt.
Vielen Dank an die zahlreich gekommenen Fans, die diesen Auswärtskampf mit ihrer Stimmung zu einem Heimkampf gemacht haben und so die Vikings immer nach vorne peitschten. DANKE!

Am nächsten Tag ging es schon mit einem Heimkampf in der Kultur- und Sporthalle Hösbach weiter. Der Bericht gegen Lichtenfels folgt.