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Mit dem 11. Mann im Rücken – Vikings sichern sich den Gruppensieg auswärts in Köllerbach

Am vergangenen Samstag, den 23. November, kam es endlich zum großen Showdown in der Bundesliga Gruppe Nord. Der KSC traf auswärts in der kleinen Kyllberghalle auf den ebenfalls noch ungeschlagenen KSV Köllerbach. Die Stimmung war unglaublich, schon beim Einmarsch blickte die Mannschaft auf eine Wand aus Auswärtsfans, die mit zahlreichen blau-silbernen Fahnen die Halle zum Kochen brachten. Doch nun zu den Kämpfen.

Ayata kochte wieder einmal ab und traf bis 61 Kilogramm griechisch-römisch auf Zaur Nuriev. Unter den lauten „Sukiii“-Rufen der Fans ging Ayata voll motiviert in den Kampf. Er war der deutlich Aktivere und brachte Nuriev schnell in die Passivität. Im Bodenkampf gelang ihm ein starker Durchdreher, der ihn mit 3:0 in Führung brachte. Nach der Pause ging es schnell. Mit einem astreinen Kopfhüftschwung legte er den Köllerbacher auf die Bretter. Kampfrichter Benjamin Senn klopfte ab und der Auswärtsblock explodierte.

Zwischenstand: 4:0

Im Schwergewicht traf Robin im freien Stil auf den Ukrainer Oleksandr Khotsianivskyi. Gegen den 15 Kilogramm schwereren Köllerbacher tat sich Robin schwer. Immer wieder setzte der Koloss zu Beinangriffen an, die aufgrund des Gewichtsunterschiedes nicht zu verteidigen waren. Robin gab alles, verlor aber am Ende mit 0:10.

Zwischenstand: 4:3

Bis 66 Kilogramm Freistil kam es zum Duell zweier Eigengewächse, denn Niklas traf auf Valentin Seimetz. Nach vorsichtigem Abtasten zu Beginn war Niklas aktiver und konnte die Aktivitätszeit für den Köllerbacher erzwingen. In dieser ließ Niklas nichts anbrennen und ging mit einer 1:0 Führung in die Pause. Kurz darauf holte sich Niklas mit einem starken Doppelbeinangriff den Takedown und erhöhte auf 3:0. Dann bekam Seimetz das Bein von Niklas zu fassen und konnte ihn ins Aus drücken. Dadurch sah der Kampfrichter den Köllerbacher als den aktiveren Ringer und bestrafte Niklas mit einer Aktivitätszeit, in der er keine Aktion setzen konnte. Kurz vor Schluss griff Niklas noch einmal stark an und konnte Seimetz ins Aus befördern, wodurch es zum 4:2 Endstand kam.

Zwischenstand: 5:3

Zu einer Revanche des Hinkampfes kam es bis 98 Kilogramm griechisch-römisch, wo Anton, der leider nicht 100% fit war, auf Peter Öhler traf. Wie schon im Hinkampf war es ein Duell auf Augenhöhe. Der Kampfrichter sah aber wieder Öhler in beiden Hälften als den aktiveren Ringer. Anton verteidigte in beiden Bodenlagen stark, unterlag aber wieder knapp mit 0:2.

Zwischenstand: 5:4

Im letzten Kampf vor der Halbzeit traf Nils bis 71 Kilogramm griechisch-römisch auf den Köllerbacher Kapitän Marc-Antonio von Tugginer. Relativ schnell sah der Kampfrichter in Nils den passiveren Ringer und schickte ihn in die Bodenlage. Dort drehte von Tugginer zweimal stark, so dass Nils mit einem 0:5 Rückstand in die Pause ging. Kurz nach Wiederbeginn zog Nils einen starken Armzug und holte sich den Takedown. Im weiteren Kampfverlauf passierte nichts mehr, so dass der Kampf mit 2:5 aus Sicht von Nils endete.

Halbzeitstand: 5:6

Nach der Halbzeit traf Johannes bis 86 Kilogramm Freistil auf den starken Ukrainer Vasyl Mykhailov. Gegen den Olympiateilnehmer und mehrfachen Medaillengewinner bei Welt- und Europameisterschaften hatte Johannes nicht viel entgegenzusetzen und verlor mit 0:15.

Zwischenstand: 5:10

Wieder eine Gewichtsklasse nach oben rückte Kotaro, der bis 75 Kilogramm Freistil auf den Köllerbacher Altmeister Andriy Shyyka traf. Kotaro war stets der aktivere Ringer, holte mit drei blitzschnellen Beinangriffen jeweils zwei Punkte. Erstaunlicherweise bestrafte der Kampfrichter die Köllerbacher Legende weder in der ersten noch in der zweiten Hälfte mit einer Aktivitätszeit. So endete der Kampf mit 6:0 für Kotaro.

Zwischenstand: 7:10

Bis 80 Kilogramm griechisch-römisch stand Malkhas erneut im Hösbacher Aufgebot und traf auf den Moldawier Alexandru Solovei, der bereits Welt- & Europameister im Juniorenbereich war. Erneut kontrollierte Malkhas den Kampf von der ersten Sekunde an und konnte den Köllerbacher schnell in die Passivität bringen. Im Bodenkampf setzte Malkhas zum Ausheber an und warf Solovei ins Aus, was der Kampfrichter mit zwei Punkten bewertete. Auch danach hatte Malkhas den Moldawier voll im Griff und stellte ihn auch in der zweiten Hälfte passiv. Dann setzte Malkhas erneut zum Ausheber an und bekam wieder zwei Punkte. Doch das reichte ihm nicht. Er rang Solovei im Stand in Grund und Boden und konnte nach 50 Sekunden eine weitere Bodenlage erzwingen. Erneut versuchte Malkhas den Köllerbacher auszuheben, doch dieser setzte bei dieser Aktion regelwidrig sein Bein ein und wurde dafür mit zwei Punkten bestraft. Damit führte Malkhas mit 8:0 und ließ nichts mehr anbrennen. Wenige Sekunden vor Schluss setzte Solovei aus Verzweiflung zu einem „Eichhörnchensprung“ an, den Malkhas spektakulär abfing und den Moldawier auf den Rücken feuerte. Der Kampfrichter gab die volle Punktzahl von fünf Punkten, was den Endstand von 13:0 bedeutete. Einfach beeindruckend, mit welcher Souveränität Malkhas seine Kämpfe gegen solch hochkarätige Gegner bestreitet.

Zwischenstand: 10:10

Im vorletzten Kampf traf Shant bis 75 Kilogramm griechisch-römisch auf Vincent Schiffler. Shant setzte gleich ein Zeichen und feuerte den Köllerbacher aus dem Stand ab, fünf Punkte! Im Bodenkampf drehte Shant seinen Gegner dann mehrfach und siegte nach 55 Sekunden technisch überlegen.

Zwischenstand: 14:10

Im letzten Kampf des Abends traf Tim bis 80 Kilogramm Freistil  auf Mokhmad Dadaev. Der Kampf begann spektakulär, in der ersten Hälfte holte Tim mit starken Aktionen Takedown um Takedown und ging mit einer 10:1 Führung in die Pause. Danach griff Dadaev immer wieder stark an und verkürzte aus seiner Sicht auf 9:10. Kurz vor Schluss fasste sich Tim nochmal ein Herz und griff nochmal an, und das mit Erfolg. Er holte noch zwei Punkte und gewann mit 12:9. Was für ein Kampf zum Schluss, die beiden schenkten sich nichts und Tim ließ alles auf der Matte.

Endstand: 16:10

Der Auswärtssieg und damit der Gruppensieg war perfekt. Vielen Dank an die Fans für die unglaubliche Stimmung! Wer hätte das gedacht, dass die Vikings nach der regulären Runde ungeschlagen auf Platz eins der Tabelle stehen. Damit haben wir Geschichte geschrieben! Das ist der Lohn für harte Arbeit, nicht nur der Sportler, sondern auch der Menschen hinter den Kulissen. Alle haben ihren Anteil daran und können stolz auf sich sein! Aber die Reise ist noch nicht zu Ende, am 07.12. wird unser Viertelfinalgegner ausgelost. Im Viertelfinale heißt es dann wieder Vollgas geben, auf und neben der Matte.

#govikings