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Neue Ringer-Bundesliga 2026/27: Ein radikaler Neustart

Mit der Saison 2026/27 schlägt die Ringer-Bundesliga ein neues Kapitel auf. Der Deutsche Ringer-Bund hat ein umfassendes Zukunftsmodell beschlossen, das Struktur, Wettbewerb und sportliche Rahmenbedingungen der höchsten deutschen Liga grundlegend verändert. Ziel ist eine transparentere, leistungsorientiertere und attraktivere Bundesliga – für Vereine, Athleten und Fans gleichermaßen.

Eingleisige Bundesliga mit 20 Vereinen

Kernstück der Reform ist die eingleisige Bundesliga mit 20 Mannschaften. Die bislang üblichen regionalen Staffeln entfallen vollständig. Stattdessen wird eine gemeinsame Liga gebildet, in der alle Teams in einer Gesamttabelle geführt werden.

In der Hauptrunde bestreitet jede Mannschaft zwölf Kämpfe. Dabei wird bewusst auf ein System mit klarer Leistungsdurchmischung gesetzt: Jeder Verein trifft auf sechs Gegner aus Topf A und sechs Gegner aus Topf B. Jeder Gegner kommt dabei nur einmal vor – Hin- und Rückkämpfe gibt es in der regulären Saison nicht mehr.

Die Topf-Einteilung zur Saison 2026/27

Die Einteilung der Vereine erfolgt anhand sportlicher Kriterien der vergangenen Jahre und soll für Ausgeglichenheit und Spannung sorgen.

Topf A:

  • SC Kleinostheim
  • ASV Schorndorf
  • SVG 04 Weingarten
  • SV Wacker Burghausen
  • KSC Hösbach
  • KSV Köllerbach
  • ASV Mainz 88
  • RKG Freiburg 2000
  • ASV Urloffen
  • AC Lichtenfels

 

Topf B:

  • FC Erzgebirge Aue
  • AC Heusweiler
  • KSV Witten 07
  • RSV Greiz
  • KG Baienfurt
  • ASV Hüttigweiler
  • RKG Reilingen-Hockenheim
  • SG Weilimdorf
  • RG Saarbrücken
  • KV Riegelsberg

 

Für die Vikings bedeutet die Einordnung in Topf A eine klare sportliche Anerkennung der letzten Jahre – und zugleich Woche für Woche Duelle auf höchstem Bundesliga-Niveau.

Abschaffung des Punktelimits

Eine der größten Veränderungen betrifft das bisherige Punktelimit: Dieses wird zur Saison 2026/27 vollständig abgeschafft. Künftig entscheidet allein die sportliche Qualität auf der Matte über Sieg oder Niederlage.

Für die Vereine bedeutet das:

  • mehr Freiheit in der Kaderzusammenstellung
  • weniger Rechenmodelle, mehr Sport
  • höhere Bedeutung der individuellen Leistung

 

Klare Kaderregeln mit Fokus auf deutsche Athleten

Trotz der Öffnung im sportlichen Bereich setzt der DRB weiterhin klare Leitplanken:

  • Pro Mannschaftskampf stehen zehn Ringer auf der Matte
  • Davon sechs deutsche und vier ausländische Athleten
  • Pro Verein sind maximal acht Ausländerlizenzen erlaubt

 

Playoffs mit erweitertem Teilnehmerfeld

Nach der Hauptrunde ist die Saison noch lange nicht vorbei. Die Plätze 1 bis 11 qualifizieren sich für die Endrunde.

Der Modus:

  • eine vorgeschaltete Playoff-Runde
  • Viertel- und Halbfinale
  • Finale mit Hin- und Rückkampf

 

Der Deutsche Meister trägt künftig offiziell den Titel „DRB Bundesliga Champion“.