Neue Wege für magische Kämpfe

„Wer einmal bei einem Ringer-Derby die Atmosphäre in einer vollbesetzten Sporthalle erlebt hat, der weiß genau, wie sich die Magie des Ringens anfühlt“, erzählt Tobias Heil, der neue Sportdirektor des Ringer-Erstligisten KSC Hösbach mit leuchtenden Augen. „Das ist es, was uns alle so fasziniert an dieser Sportart – sowohl die Sportler als auch die Fans.“

Doch die aktuelle Corona-Situation macht es alles Andere als einfach für die Vereinsverantwortlichen, eine stabile Planung für die am 11. September beginnende Saison auf die Beine zu stellen. Mit der erneut wachsenden Zahl der Neuinfektionen ändern sich ständig die Rahmenbedienungen für sportliche Veranstaltungen.

„Waren wir es gewohnt, in der Hösbacher Kultur- und Sporthalle packende Kämpfe mit toller Stimmung zu erleben, mussten wir uns als Verein nun die Frage stellen, ob wir das vor ca. 150 Zuschauern auch nur annähernd schaffen bzw. auch wollen“, erläutert der stellvertretende Vorstand Christian Hasenstab weiter. Die Vereinsführung hat sich nach langen und intensiven Gesprächen gegen diese drakonischen Maßnahmen entschieden und sich schweren Herzens dazu durchgerungen, die Heimkämpfe nicht in Hösbach auszutragen.

Stattdessen wurde nach neuen Wegen gesucht, um den Sportlern und den Zuschauern ein würdiges Bundesliga-Umfeld zu bieten. Fündig wurde der KSC Hösbach dann überraschend schnell im Landkreis Miltenberg, wo man „mit offenen Armen empfangen wurde“, erzählt der neue Sportdirektor begeistert. Die Untermainhalle in Elsenfeld, vielen bereits bekannt als Austragungsort der Heimspiele der Handballer vom TV Großwallstadt, wird für die kommende Ringer-Saison und damit für alle Kämpfe der ‚Germania Vikings‘ eine adäquate Lösung. Nicht nur bietet die attraktive Sporthalle Platz für über 600 Fans, sondern ermöglicht auch ein umfassendes Konzept für das leibliche Wohl.

Man ist sich beim KSC bewusst, dass dies ein sehr großer Einschnitt für die treuen Hösbacher Fans bedeutet. Doch überwiegt die selbst gesetzte Ambition, die ‚Magie des Ringens‘ möglichst vielen Zuschauern aus dem Umkreis und den anreisenden Gästen aus ganz Ringerdeutschland näher zu bringen. 

„Nur mit unseren Fans im Rücken können wir unser Ziel, die Play-offs, erreichen“, so Tobias Heil weiter. „Um möglichst vielen Fans den Weg nach Elsenfeld zu erleichtern setzen wir, für all unsere Dauerkarten-Inhaber sowie interessierte Tagesgäste, einen Shuttlebus von Hösbach nach Elsenfeld ein.

–> Zum Pressebericht des Main-Echos