Am vergangenen Samstag, den 21.12., waren wir zum Viertelfinal-Rückkampf zu Gast beim AC Lichtenfels. Nachdem die Mannschaft im Hinkampf durch eine starke Leistung mit sechs Punkten Vorsprung aus der Begegnung gegangen war, war das Ziel klar: Halbfinaleinzug! Rund 100 Vikings-Fans machten sich also auf den Weg in den „Hexenkessel“, um die Mannschaft nach vorne zu peitschen. Doch nun zu den Kämpfen.
Den Auftakt des Abends machte Nikolai bis 61 Kilogramm griechisch-römisch. Er bekam es mit dem Ungarn Krisztian Kecskemeti zu tun. Der Kampf begann gleich sehr körperbetont, doch Nikolai war in der ersten Hälfte der klar Aktivere und wurde dafür belohnt. Das Kampfgericht, bestehend aus Andre Schedler, Ingo Gleisberg und Thomas Hausmann, schickte den Ungarn in die Bodenlage. Dort drehte Nikolai zweimal stark durch und ging mit einer 5:0-Führung in die Pause. In der zweiten Hälfte war der Lichtenfelser dann der Aktivere. Im Boden verteidigte Nikolai jedoch stark und gab keine Punkte ab. Auch alle weiteren verzweifelten Angriffsversuche von Kecskemeti verteidigte Nikolai souverän, so dass er am Ende mit 5:1 gewann.
Zwischenstand: 2:0
Johannes wechselte in die Gewichtsklasse bis 130 Kilogramm Freistil und traf dort auf den relativ gleich schweren Marcel Berger. Johannes begann sofort dominant und konnte relativ schnell die Aktivitätszeit für Berger erzwingen. Während in der ersten Hälfte noch kein Angriff von Johannes erfolgreich war, ging es in der zweiten Hälfte umso schneller. Johannes griff direkt an und holte sich erfolgreich den Takedown. Danach machte er weiter Druck und führte nach zwei Push-Outs mit 5:0. Doch das war ihm noch nicht genug. Mit einem weiteren Push-out und einem Takedown kurz vor Schluss machte Johannes den 8:0 Punktsieg klar und holte damit drei Mannschaftspunkte. Stark!
Zwischenstand: 5:0
Bis 66 Kilogramm Freistil bekam es Niklas mit dem starken Türken Ahmet Duman zu tun, dem amtierenden Vize-Weltmeister. Niklas startete gut in den Kampf, obwohl er die ganze Woche mit einer Erkältung zu kämpfen hatte. Doch kurz vor Ende der ersten Hälfte attackierte der Lichtenfelser mit einem blitzschnellen Beinangriff, gefolgt von zwei Drehern. In der zweiten Hälfte zeigte Duman dann seine internationale Klasse. Er marschierte unermüdlich nach vorne und drängte Niklas immer wieder in das Aus. Niklas versuchte alles, um dagegen zu halten, verlor aber am Ende mit 1:16.
Zwischenstand: 5:4
Antons Gegner bis 98 kg griechisch-römisch hieß Karl Marbach, der für den wohl erkrankten Hannes Wagner einsprang. Anton ging den Kampf taktisch an und wurde von den Kampfrichtern in der ersten Hälfte als der Passivere gesehen. In der angeordneten Bodenlage hatte Marbach jedoch keine Chance zu punkten. In der zweiten Hälfte drehte Anton auf. Er brachte Marbach schnell in die Passivität und drehte ihn im Boden einmal stark. Auch danach ließ Anton nicht locker und marschierte nach vorne. Dies belohnten die Kampfrichter mit einer weiteren Bodenlage, in der Anton jedoch keine Wertung erzielen konnte. Kurz vor Schluss setzte Anton noch einmal eine starke Aktion. Er warf den Lichtenfelser auf die Matte, was die Kampfrichter nach kurzer Beratung mit vier Punkten bewerteten. Damit siegte Anton souverän mit 7:1.
Zwischenstand: 7:4
Im letzten Kampf vor der Pause traf Gevorg, der in das 71-Kilogramm-Limit abkochte, auf den Bulgaren Abu-Muslim Amaev. Gegen den amtierenden EM-Bronzemedaillengewinner marschierte Gevorg direkt nach vorne und konnte schnell die Bodenlage erzwingen. Dort setzte er zu seinem gefürchteten verkehrten Ausheber an und warf Amaev über sich. Die Kampfrichter werteten diese Aktion mit zwei Punkten. In der zweiten Hälfte sahen sie Gevorg dann als den passiveren Ringer und schickten ihn in die Bodenlage. Dort verteidigte er jedoch stark und gab keine Wertung ab. Im weiteren Kampfverlauf passierte nichts mehr und Gevorg gewann knapp mit 3:1.
Halbzeitstand: 8:4
Nach der Pause bekam es Kubilay bis 86 Kilogramm Freistil mit Ahmed Dudarov zu tun. Kubilay startete gut in den Kampf und gab in der ersten Hälfte nur zwei Punkte durch eine Aktivitätszeit und ein Push-out ab. In der zweiten Hälfte griff Dudarov jedoch immer wieder stark an und sammelte einige Wertungen, so dass Kubilay am Ende mit 0:10 unterlag.
Zwischenstand: 8:7
Bis 75 Kilogramm Freistil traf Tim auf Bastian Hoffmann. Gleich zu Beginn erwischte Tim den Lichtenfelser auf dem kalten Fuß und holte sich den ersten Takedown. Kurz darauf griff Timmy erneut an – mit Erfolg! Im Anschluss an den Takedown zermürbte er Hoffmann am Boden mit mehreren technischen Aktionen und gewann nach rund zwei Minuten technisch überlegen.
Zwischenstand: 12:7
Bis 80 Kilogramm griechisch-römisch kam es zu einer Revanche des Hinkampfes, denn Malkhas traf auf Maximilian Schwabe. Malkhas marschierte wie gewohnt unermüdlich nach vorne und ließ Schwabe keinerlei Anteilhabe am Kampf. Daraufhin schickten die Kampfrichter Schwabe in die Bodenlage. Schwabe hatte aus der Galavorstellung von Malkhas im Hinkampf gelernt und stand sofort auf, als der Kampfrichter den Kampf wieder anpfiff. Damit hatte Malkhas nicht gerechnet, hatte im Stand aber weiterhin die Rückenkontrolle und versuchte eine Aktion zu setzen. Unsere Trainer sahen hier einen regelwidrigen Fingergriff des Lichtenfelsers und warfen den Challenge-Würfel. Die Kampfrichter sahen sich die Szene an, erwiderten dies jedoch und gaben Schwabe einen Punkt für die verlorene Challenge. In der zweiten Hälfte zermürbte Malkhas den Lichtenfelser weiter im Stand und holte sich eine weitere Bodenlage. Doch auch hier verteidigte Schwabe gut und gab keine Wertung ab. Danach dominierte Malkhas weiter das Geschehen und die Kampfrichter verwarnten den Lichtenfelser abermals wegen Passivität. In dieser Bodenlage sollte es dann so weit sein. Er hob Schwabe in die Luft und beförderte ihn aus dem Stand in die gefährliche Lage. Mit einer Viererwertung erhöhte Malkhas auf 6:1. Danach gab er weiter Gas und Schwabe war klar der passivere Ringer, doch die Kampfrichter verhängten keine Bodenlage mehr, so dass es beim 6:1 blieb.
Zwischenstand: 14:7
Bis 75 Kilogramm griechisch-römisch hatte es Nils mit keinem geringeren als dem amtierenden Europameister und Militärweltmeister Selcuk Can zu tun. Nils versuchte alles gegen den starken Türken, verlor aber am Ende technisch überlegen mit 0:16.
Zwischenstand: 14:11
Im letzten Kampf des Abends kam es bis 80 Kilogramm Freistil zu einem weiteren Rematch aus dem Hinkampf, nämlich zwischen Nikita und Daniel Sartakov. Wie schon im Hinkampf zermürbte Nikita den Lichtenfelser mit zahlreichen Beinangriffen. Mit einer spektakulären Fünferwertung am Ende besiegelte Nikita den technisch überlegenen Sieg und damit auch den Mannschaftssieg.
Endstand: 18:11
Damit stehen wir zum zweiten Mal in Folge im Halbfinale der Deutschen Meisterschaft. Das ist der Lohn für harte Arbeit, Blut, Schweiß und Tränen. Nach dem Halbfinal-Aus im letzten Jahr ist die Mannschaft in diesem Jahr umso fokussierter und heißer auf das Finale. Doch zunächst heißt es: DERBYTIME! Denn im Halbfinale wartet der SC Siegfried Kleinostheim, die sich im Viertelfinale souverän gegen Weingarten durchsetzen konnten. Der Hinkampf, unser Heimkampf, findet am 04.01.2025 in der Untermainhalle in Elsenfeld statt. Nähere Informationen zum Kartenvorverkauf etc. folgen in Kürze auf unserer Homepage.
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