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Vikings siegen mit 17:11 im Viertelfinal-Hinkampf

PLAYOFF-TIME hieß es am Samstag im Kultur- und Sportpark Hösbach, denn die Eagles vom AC Lichtenfels reisten zum Viertelfinal-Hinkampf zu uns nach Hösbach. Schon vor dem Kampf war klar, dass es extrem eng zugehen wird. Rund 700 Zuschauer sahen Kämpfe auf hohem Niveau, doch nun mehr dazu.

Bis 61 Kilogramm Freistil kehrte ein altbekanntes Gesicht zurück in den Kader der Vikings: Daulet Temirzhanov. Er traf auf Ilir Sefaj, der einige Kilos abkochte, um in diesem Limit antreten zu können. Gegen den Altmeister der Bundesliga ließ Daulet nix anbrennen, zeigte seine Freistil-Klasse und holte den technisch-überlegenen Sieg.

Zwischenstand: 4:0

Anton bekam es im Schwergewicht bis 130 Kilogramm griechisch-römisch mit dem polnischen Koloss Kamil Kosciolek zu tun. Anton startete gut in den Kampf und stand stabil, doch das Kampfrichtergespann, bestehend aus Gideon Bibbo, Thorsten Baumgartner und Manuel Senn, schickte Anton in die Bodenlage. Gegen den 23 Kilogramm schwereren Lichtenfelser verteidigte er stark, musste jedoch einen Dreher abgeben. In Halbzeit zwei gab Anton dann alles, und wurde dafür belohnt. Er schickte den Gegner in die Bodenlage, doch wegen des Gewichtsunterschiedes konnte er leider keine Aktion setzen. So endete der Kampf mit einer knappen 1:3 Punktniederlage für Anton. Stark gekämpft!

Zwischenstand: 4:1

Auch Nils hatte bis 66 Kilogramm griechisch-römisch eine schwere Aufgabe vor der Brust, denn sein Gegner war Abu-Muslim Amaev, Bronzemedaillengewinner auf den Europameisterschaften der letzten zwei Jahre. Gleich zu Beginn holte Nils einen Takedown und überraschte seinen Gegner, doch dieser war hellwach und konterte schnell. Daraufhin zeigte Amaev seine internationale Klasse und drehte Nils zig mal durch, sodass am Ende eine technisch-überlegene Punktniederlage für Nils auf der Anzeigetafel stand.

Zwischenstand: 4:5

Bis 98 Kilogramm Freistil hieß das Duell Johannes gegen Ahmed Dudarov. In einem sehr taktischen Kampf schenkten sich die beiden nichts. In der ersten Hälfte sahen die Kampfrichter jedoch den Lichtenfelser als den Aktiveren und sprachen Johannes die Aktivitätszeit zu. Mit einem knappen 0:2 Rückstand ging Johannes dann in die Pause. Im Verlauf der zweiten Hälfte fielen keine Punkte, ehe Johannes kurz vor Schluss nochmal Angriff und alles versuchte. Doch leider nicht erfolgreich. Dudarov holte kurz vor Schluss noch einen Takedown und besiegelte so die 0:4 Punktniederlage für Johannes.

Zwischenstand: 4:7

In der Gewichtsklasse bis 71 Kilogramm Freistil traf Niklas auf deutsch-amerikaner Andre Clarke. Auch dieses Duell war sehr taktisch und es fielen nicht viele Punkte. Niklas startete gut in den Kampf, wurde jedoch von den Kampfrichtern als passiv gesehen, wodurch mit der Aktivitätszeit bestraft wurde. Das gleiche Szenario zu Beginn von Halbzeit zwei, in beiden Aktivitätszeiten konnte Niklas leider keinen Angriff durchbringen. Doch dann bestraften die Kampfricher endlich Clarke mit einen Aktivitätszeit. Auch nach dieser gab Niklas alles, was er hatte, doch es hat leider für keinen Punkt mehr gereicht. Am Ende unterlag er knapp mit 1:2.

Halbzeitstand: 4:8

Erik startet in die zweite Halbzeit bis 86 Kilogramm griechisch-römisch gegen das starker Lichtenfelser Eigengewächs Hannes Wagner. Durch den Gewichtsunterschied und Wagner’s brutal starke Form tat sich Erik schwer dagegenzuhalten. In der ersten Bodenlage drehte der Lichtenfelser dreimal extrem stark, gefolgt von zwei weiteren Passivitäten für Erik. So hatte Erik mit 0:8 das Nachsehen.

Zwischenstand: 4:11

Im Limit bis 75 Kilogramm griechisch-römisch traf Gevorg auf den frischgebackenen Militärweltmeister und diesjährigen Europameister Selcuk Can. Es war ein enges Duell gegen den Türken zu erwarten, doch was Gevorg dann auf der Matte ablieferte, war einfach nur atemberaubend. Er dominierte den Lichtenfelser nach Belieben, zweimal stellte er Can schnell in der ersten und zweiten Halbzeit passiv. In der ersten Bodenlage brachte Gevorg keinen Angriff durch, in der zweiten setzte er dann wieder zum verkehrten Ausheber an. Dort öffnete Can doch regelwidrig seine Arme nicht, sodass die Kampfrichten ihn verwarnten und Gevorg zwei Punkte zusprachen. Dadurch ging der Kampf in der Bodenlage weiter, und dann war es soweit: Gevorg setzte wieder zum „Verkehrten“ an und feuerte den Lichtenfelser durch die Halle, vier Punkte, die Halle explodierte! Bis zum Ende ließ Gevorg nichts anbrennen, der Lichtenfelser bekam dann noch eine Verwarnung wegen zu passivem Ringen, wodurch es zum 10:0 Endstand kam. Unglaubliche Leistung!

Zwischenstand: 7:11

Dann ging ein Neuzugang der Vikings auf die Matte: Nikita Suchkov. Bis 80 Kilogramm Freistil hieß sein Gegner Daniel Sartakov. Nikita tat das, was er am besten kann. Er zermürbte Sartakov mit zig Beinangriffen und gewann technisch-überlegen mit 16:0. Starkes Debüt!

Zwischenstand: 11:11

Im vorletzten Kampf traf Tim bis 75 Kilogramm Freistil auf den Türken Ahmet Duman, amtierender Silbermedaillengewinner auf der Weltmeisterschaft. Tim war taktisch sehr gut auf den Lichtenfelser eingestellt und wusste genau, was es zu tun galt. In der ersten Halbzeit stellte er Duman passiv und konnte mit einer 1:0 Führung in die Pause gehen. Dann sahen die Kampfrichter Tim in der zweiten Halbzeit als den Passiveren. In der Aktivitätszeit konnte Tim keine Aktion setzten, wodurch Duman mit 1:1 aufgrund der letzten Wertung in Führung ging. Doch Tim wusste natürlich, um was es geht. Circa eine halbe Minute vor Schluss fasste er sich nochmal ein Herz und griff an, und das erfolgreich! Er holte den Takedown und zwei Punkte zum 3:1. Abermals bebte die Halle! Kurz vor Schluss griff der Lichtenfelser dann nochmal verzweifelt an, doch das konterte Tim stark und holte sich weitere zwei Punkte zum 5:1 Endstand und damit zwei weitere Mannschaftspunkte für die Vikings, unglaublich!

Zwischenstand: 13:11

Dann ging wahrscheinlich wieder der beste Schlusskämpfer auf die Matte, den die Bundesliga zu bieten hat: Malkhas Amoyan! Sein Gegner hieß Maximilian Schwabe. Er dominierte Schwabe in allen Belangen und schickte ihn schnell in die Bodenlage. Auf einen Dreher folgten zwei sensationelle Ausheber. Hierbei setzte Schwabe regelwidrig seine Beine, wodurch es in der Bodenlage weiter ging. Mit einem weiteren Ausheber besiegelte Malkhas den technisch-überlegenen Punktsieg und den 17:11 Heimsieg für die Vikings. Die Halle stand Kopf und zeugte Malkhas den Respekt, den er verdient hat.

Endstand: 17:11

Eine weitere starke Mannschaftsleistung der Vikings, so gehen wir mit einem sechs Punkte Vorsprung in den Rückkampf nächste Woche in Lichtenfels. Doch darf man diesen Vorsprung nicht überschätzen, es erwartet uns wieder ein enges Duell gegen die Eagles. Dennoch wird das Team wieder alles geben, im „Hexenkessel“ zu bestehen. Die Jungs freuen sich auf eure Unterstützung!

#govikings