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Vikings unterliegen im Halbfinal-Hinkampf mit 11:17 gegen die Warriors

Am vergangenen Samstag, den 04.01., war es nach zwei Wochen warten endlich soweit: der Halbfinal-Hinkampf gegen unseren Lokalrivalen aus Kleinostheim stand an. Trotz den zwei Derbysiegen in der regulären Saison war klar, dass die Karten in den Playoffs neu gemischt werden. Rund 2200 Zuschauer machten sich auf den Weg in die Untermainhalle Elsenfeld und konnte einige spannende Kämpfe verfolgen.

Den ersten Kampf des Abends macht unser Jugendringer Sergej, der sich bis 61 Kilogramm Freistil in den Dienst der Mannschaft stellte. Gegen den Comebacker und Nationalmannschaftsringer Niklas Stechele hatte Sergej klar mit 0:15 das Nachsehen.

Zwischenstand: 0:4

Im Schwergewicht bekam es Anton bis 130 Kilogramm griechisch-römisch mit dem circa 23 Kilogramm schweren Franz Richter zu tun. Dieser nutzte seinen Gewichtsvorteil in der ersten Hälfte nach einer starken Anfangsphase von Anton aus. Während Anton in der Bodenlage noch stark verteidigte und keine Wertung abgab, holte sich der Kleinostheimer zwei weitere Punkte durch zwei Pushouts. Bei dem letzten sahen die Kampfrichter unverständlicherweise Mattenflucht seitens Anton und ermahnten ihn mit einem weiteren Punkt für Richter. Auch in Halbzeit zwei war der Gewichtsunterschied spürbar, auf die angeordnete Bodenlage folgte kurz vor Schluss ein Takedown von dem Kleinostheimer, wodurch Anton mit 0:7 unterlag.

Zwischenstand: 0:6

Nils traf bis 66 Kilogramm griechisch-römisch auf Deniz Menekse. Er startete gut in den Kampf und war eigentlich der aktivere Ringer. Dann setzte Nils zu einem Schulterschwung an, den der Kleinostheimer allerdings abfing und sich so die Oberlage sicherte. Dort brachte Menekse einen starken verkehrten Ausheber durch und beförderte Nils anschließend in die gefährliche Lage. Nach einiger Zeit klopfte die Kampfrichterin ab und die Schulterniederlage von Nils war besiegelt.

Zwischenstand: 0:10

Bis 98 Kilogramm Freistil hieß Robin’s Gegner Joshua Morodion, der sich momentan in einer bestechenden Form befindet. Gleich zu Beginn erwischte der Kleinostheimer Robin auf dem kalten Fuß und holte sich einen Takedown. Durch eine Aktivitätszeit, in der Robin keine Aktion setzen konnte, bekam der Kleinostheimer einen weiteren Punkt zugesprochen und Robin ging mit einem 0:3 Rückstand in die Pause. In Halbzeit zwei probierte Robin alles, doch konnte keinen Angriff durchbringen. Durch zwei weitere starke Beinangriffe des Kleinostheimers unterlag Robin schließlich mit 0:7.

Zwischenstand: 0:12

Im letzten Kampf vor der Halbzeit traf Niklas auf den aus Russland stammenden Kasachen Nachyn Kuular. Niklas startete gut in den Kampf und überraschte den starken Russen nach einer Minute mit einem Schulterschwung, den die Kampfrichter mit zwei Punkten bewerteten. Das ließ der Kleinostheimer nicht auf sich sitzen, er griff an und schnappte sich das Bein von Niklas. Auf den Takedown folgten einige Aktionen am Boden. Auch in Halbzeit zeigte Kuular seine internationale Klasse, immer wieder griff er blitzschnell an und sammelte Punkt für Punkt. Niklas probierte alles, um die Niederlage gegen den Top-Mann in Grenzen zu halten, doch wenige Sekunden vor Schluss war die technisch-überlegene Punktniederlage besiegelt.

Halbzeitstand: 0:16

Nach der Halbzeit ging Ivan bis 86 Kilogramm griechisch-römisch auf die Matte. Er bekam es mit dem Kleinostheimer Teamkapitän Pascal Eisele zu tun. Ivan ist ein absoluter Teamplayer und wusste, dass die Energie jetzt umschwenken muss. Dementsprechend marschierte er gleich von Anfang an unermüdlich nach vorne. Das wurde von den Kampfrichtern belohnt und sie schickten Eisele in die Bodenlage. Dort setzte Ivan stark zum Durchdreher an und er holte sich weitere zwei Punkte. Durch einen Pushout und die dahergehende Verwarnung für Eisele ging Ivan also mit einer 5:0 Führung in die Pause. Auch danach marschierte er weiter, doch Eisele erwischte einen passenden Moment für seinen gefürchteten Kopfhüftschwung. Diesen bewerteten die Kampfrichter mit zwei Punkten. Doch davon ließ sich Ivan nicht beirren und gab weiter Gas. Nach einem weiteren, nicht erfolgreichen, Kopfhüftschwungansatz von Eisele schob Ivan ihn nochmal in das Aus. Daraufhin challengte die Kleinostheimer Ecke diese Situation, doch die Kampfrichten blieben bei ihrer Entscheidung, dass die Aktion von Eisele mit keinen Punkten zu bewerten ist. Durch die verlorene Challenge bekam Ivan einen weiteren Punkt zugesprochen. Auch danach war er der klar aktivere Ringer, doch das Kampfrichtergespann sprach keine weitere Passivität aus, wodurch der Kampf mit 7:2 für Ivan endete.

Zwischenstand: 2:16

Bis 75 Kilogramm griechisch-römisch kam es zu einem Rematch aus der Hauptrunde, nämlich zwischen Shant und Artur Tatarinov. Shant startete direkt vollmotiviert in den Kampf und holte nach rund einer Minute den ersten Takedown. Mit zahlreichen starken Durchdrehern machte Shant den technisch-überlegenen Punktsieg noch in der zweiten Minute klar.

Zwischenstand: 6:16

Tim rückte eine Gewichtsklasse auf und traf bis 80 Kilogramm Freistil auf Vadim Sacultan. Tim startete gleich als aktiverer Ringer und konnte schnell die Aktivitätszeit erzwingen. Dort konnte der Kleinostheimer jedoch keine Aktion setzen, wodurch Tim mit einer 1:0 Führung in die Pause ging. Nach der Halbzeit griff Sacultan dann an, dies konterte Tim aber mit einer starken 4-er Wertung. Danach beförderte der Kleinostheimer Tim in die gefährliche Lage, was die Kampfrichter mit zwei Punkten bewerteten. Abermals war die Kleinostheimer Ecke mit der Punkteverteilung nicht einverstanden und warf den Challenge-Würfel. Auch dieses Mal allerdings wieder nicht erfolgreich, sodass Tim einen weiteren Punkt bekam. Mit einem starken Angriff holte Tim dann nach rund vier Minuten eine 2er-Wertung. Auch danach probierte er alles, um noch zwei Punkte und somit drei Mannschaftspunkte zu holen, doch Sacultan wehrte alle Angriffe ab.

Zwischenstand: 8:16

Ebenfalls eine Gewichtsklasse nach oben rückte unser Olympiasieger Kotaro Kiyooka. Er traf auf den rund 5 Kilo schwereren Nordmazedonier Rasul Shapiev. Gleich von Beginn an gab Kotaro den Ton an und war der klar aktivere Ringer. Der Kleinostheimer war taktisch rein auf Defensive eingestellt und versuchte nicht ansatzweise selbst einen Angriff durchzubringen. Nach circa zwei Minuten kam Kotaro dann an das Bein von Shapiev. Doch Shapiev konterte stark und kippte Kotaro ein. Zwei 2er-Wertungen für Shapiev, sodass Kotaro mit einem 0:4 Rückstand in die Pause ging. Auch danach war Kotaro der Einzige, der Anteilhabe am Kampf hatte, woraufhin die Kampfrichterin Shapiev mit zwei aufeinanderfolgenden Aktivitätszeiten belegte. Auch in diesen zeigte er keinerlei Motivation am Kampf teilzuhaben. Lediglich kurz vor Ende des Kampfes bekam der Kleinostheimer für das passive Ringen eine Verwarnung. Doch diese kam viel zu spät, sodass Kotaro mit 3:4 unterlag.

Zwischenstand: 8:17

Im letzten Kampf des Abends traf Malkhas auf den Moldawen Alexandrin Gutu. Malkhas beherrschte den Kleinostheimer und amtierenden U23-Weltmeister ab Sekunde eins und konnte schnell die Bodenlage erzwingen. Dort setzte er zum Ausheber an, doch dieses Mal, noch, nicht erfolgreich. Auch danach marschierte er weiter und konnte auch in Halbzeit zwei schnell die Passivität für Gutu erzwingen. Dort setzte er wieder zum Ausheber an, und dieses Mal mit Erfolg! Malkhas hebte den Kleinostheimer in das Aus und bekommt vom Kampfrichtergespann zwei Punkte zugesprochen. Auch danach ließ Malkhas nicht locker, rund eine Minute vor Schluss erzwang er eine weitere Passivität. Hier setzte er abermals zum Ausheber an, wobei Gutu regelwidrig das Bein einsetzte. Das sahen die Kampfrichter nicht, erst bei der aus der Hösbacher Ecke geforderten Challenge. Durch das Legfoul bekam Malkhas zwei Punkte zugesprochen und der Kampf ging wieder in die Bodenlage. Und auch in dieser hebte er Gutu aus, wahnsinn! Malkhas besiegt den amtierenden U23-Weltmeister mit 8:0 und dominiert ihn nach Belieben. Unglaubliche Leistung!

Endstand: 11:17

Puh, mit sechs Punkten Rückstand in den Rückkampf, das war nicht so geplant. Doch dieses Team darf man niemals abschreiben, das haben sie in der Saison schon oft genug gezeigt. Doch um das unmögliche möglich zu machen, braucht es eure Unterstützung, also kommt alle am Samstag in die Linde MH Arena und unterstützt die Jungs, es zählt jeder Einzelne!

#govikings